White-Collar Jobs bezeichnet Tätigkeiten in Büro- und Wissensberufen, etwa im Finanzwesen, Recht, Marketing, Verwaltung oder Management, die sich durch überwiegend kognitive statt körperliche Arbeit auszeichnen. Im Kontext der aktuellen KI-Entwicklung rücken diese Berufsgruppen zunehmend in den Fokus, da LLMs erstmals nicht nur repetitive, sondern auch analytische und kommunikative Aufgaben automatisieren können, die bisher als Domäne hochqualifizierter Angestellter galten. Für die Portfoliokonstruktion ergeben sich daraus zwei Perspektiven: einerseits Produktivitäts- und Margenpotenzial für Unternehmen, die KI zur Effizienzsteigerung in der Verwaltung einsetzen, andererseits strukturelle Risiken für Anbieter von Personaldienstleistungen, BPO (Business Process Outsourcing) und bestimmten Dienstleistungssektoren, deren Geschäftsmodell auf arbeitsintensiven White-Collar-Prozessen beruht.