Neuigkeiten

MoU! Memorandum of Understanding … oder eher MomU?

13.07.2026

MoU! Memorandum of Understanding … oder eher MomU?
MoU! Memorandum of Understanding … oder eher MomU?

„Quarterly Review“ für das 2. Quartal 2026 für unseren Rohstoff-Fonds Tresides Commodity One

MoU! Memorandum of Understanding … oder eher MomU?

Wikipedia:

A memorandum of understanding (MoU) is a type of agreement between two (bilateral) or more (multilateral) parties. It expresses a convergence of will between the parties, indicating an intended common line of action. It is often used either in cases where parties do not imply a legal commitment or in situations where the parties cannot create a legally enforceable agreement. It is a more formal alternative to a gentlemen's agreement.

Vielleicht aber auch das MomU…. Memorandum of Mis-Understanding…

Mitte Juni haben die USA und der Iran ein sogenanntes „Memorandum of Understanding“ unterschrieben, also eine Absichtserklärung oder Grundsatzvereinbarung um den Konflikt in weiteren Verhandlungen beizulegen.

Wobei zwischen den beiden Kriegsparteien USA und Iran sicherlich nicht viel gegenseitiges „Understanding“ bzw. „Verstehen“ vorherrscht. 

Aber dieses MoU machte dem Iran so viele Zugeständnisse, dass man sich schon fragen kann/muss, wie dringend die USA bzw. ihr Präsident einen „Deal“ wollten bzw. benötigten? 

War es nur die Sorge vor zu hohen Benzinpreisen in den USA kurz vor den wichtigen „Mid-Term-Elections“ (den Zwischenwahlen im November)? Oder stimmt die Aussage des US-Präsidenten, dass die Lager in wenigen Wochen wirklich auf einem kritischen Füllstand gewesen wären? Fest steht jedoch, dass sich Lagerbestände von über 8000 mb (Millionen Barrel), bei einem weltweiten Tagesverbrauch von knapp über 100 mb/d (Millionen Barrel pro Tag), zuerst einmal sehr üppig anhören. Das „operative Minimum“, bei dem es zu ersten echten Versorgungsengpässen (und nicht mehr nur zu Preisreaktionen) kommt, könnte eher bei knapp unter 7000 mb liegen. 

So war das MoU wohl auch ein Versuch, innerhalb des 60-tägigen Verhandlungszeitraums, die Straße von Hormuz auf zu bekommen? Und infolgedessen die arg gerupften Lager wieder aufzufüllen. Dem Gegenüber stand und steht das Interesse des Iran die Lager möglichst knapp zu halten, nicht zu viel durchzulassen und den Hebel auf die globale Energiewirtschaft weiter in der Hand zu behalten. Insbesondere stört dabei natürlich der Schiffsverkehr auf der vom Oman kontrollierten südlichen Route. Dies erklärt auch die kleineren Angriffe auf Schiffe in dieser Route. 

Dies hat den US-Präsidenten dann wohl veranlasst, am 07. Juli 2026 (also einen Tag vor unserem Index-Roll) den Iran abermals anzugreifen und das MoU als hinfällig zu bezeichnen. Wobei zwischenzeitlich wieder „technische Gespräche“ aufgenommen wurden. Was genau das auch immer bedeuten soll. 

Vor dieser erneuten Attacke befanden sich die die Ölpreise wieder auf dem Niveau wie Anfang März vor Kriegsausbruch. Der Rückgang der Spotpreise, wie auch die Verflachung der Terminkurve kam in ihrer Wucht für uns doch etwas überraschend. Jedenfalls schien der Markt eine vollständige Öffnung der Straße von Hormuz, ein Hochfahren der gedrosselten Produktion und einem einvernehmlichen Kriegsende einzupreisen, also das, was man ein „Blue-Sky-Szenario“ nennt.

Nach den neuerlichen Angriffen wurde dieses Szenario allerdings wieder etwas „ausgepreist“, indem die Energienotierung wieder anzogen. Wobei die Energiemärkte noch weit von den während des Konfliktes erreichten Höchstständen notieren. 

Vielleicht sollte man dieses MoU aber auch einfach in MomU umbenennen. Ein großes „Memorandum of Mis-Understanding“. Ein sehr großes Missverständnis, denn wie erwähnt, beide Parteien haben nicht viel Verständnis füreinander übrig. Demenentsprechend sehen wir die „Gelassenheit“ der Märkte gegenüber dem Konflikt, und die Annahme einer zügigen „Normalisierung“ der globalen Energieflows, als etwas verfrüht an.

 

Für den Tresides Commodity One hat sich die von uns in diversen Vorträgen schon oft beschriebene Positionierung „etwas weiter hinten auf der Kurve“ (im 9 bis 12 Monatsbereich) indes ausgezahlt. Indem die großen Bewegungen am vorderen Ende in beide Richtungen nicht vollumfänglich mitgemacht wurden. So verlor bspw. WTI Öl am vorderen Ende im Rollquartal -11,8%, der Tresides-Kontrakt jedoch nur -2,5% (siehe Details im Quarterly Review, LINK unten anbei). So konnte der Energiebereich im abgelaufenen Rollquartal sogar einen positiven Wertbeitrag generieren. 

Abermals hat sich auch der Asset-Mix des Tresides Commodity One bezahlt gemacht. Denn neben dem Energiebereich lieferte auch der Basismetall-Sektor einen positiven Beitrag. Jedoch konnte dies nicht vollständig die deutlich negativen Beiträge aus dem Edelmetallsektor (dem großen Performancemotor 2025) kompensieren. 

Die Ergebnisse für das 2. Quartal 2026 unseres Tresides Commodity One sowie die Neuallokation für das 3. Quartal 2026 finden Sie im „Quarterly Review“ über unseren Download-Link:

Und noch ein Hinweis in eigener Sache vor dem Hintergrund der aktuellen Energiekrise zu unserem Nesthäkchen 

Tresides Phoenix One

Unser junger Feuervogel behauptete sich auch in den letzten Kapitalmarktturbulenzen und thematisiert weiterhin sehr eindrücklich, weshalb eine autarkere Energieversorgung in Deutschland und Europa von Nöten ist und welche Bindeglieder hierbei ineinandergreifen müssen. Die Kette setzt bereits bei der erforderlichen Versorgung mit Rohstoffen, v.a. Basismetallen/Kupfer an und deckt darüber hinaus diverse Aspekte des Energiesektors hinsichtlich der generellen Transformation unserer (Energie-) Wirtschaft in Richtung Verstromung ab. 

Unser Tresides Phoenix One (ISIN DE000A3DDXD6) ist ein globaler Aktienfonds, der die Transformation ganzheitlich abbildet. Sozusagen von der Kupfermine bis zum Windrad. 

Informationen gibt es hier: Tresides Phoenix One

Für Fragen und Anregungen stehen wir sehr gerne zur Verfügung.


Mit besten Grüßen
Ihr Rohstoff Team
Michael Krauß & Sandra Bachofer

Ihre Ansprechpartner bei Tresides für Rohstoffe:

Sandra Bachofer
Senior Fondsmanagerin
Bachofer, Sandra
Bachofer, Sandra
Michael Krauß
Partner, Senior Fondsmanager
Krauß, Michael
Krauß, Michael

Rufen Sie uns für weitere Informationen an unter +49 711 33 503 500 oder füllen Sie dieses Formular aus:


Mehr tresides bei Google sehen

Wählen Sie tresides als bevorzugte Quelle aus. So werden Ihnen unsere Inhalte bei passenden Google-Suchen häufiger angezeigt.

→ Jetzt tresides als bevorzugte Quelle einstellen